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Die gültige Bergbaukonzession wurde 1994 vom Minister für Umweltschutz, Naturressourcen und Forstwirtschaft erteilt und in dessen Rahmen wurde das Bergbaugebiet "Turoszów-Bogatynia" bestimmt, das in den bestehenden Planungsunterlagen der Gemeinde Bogatynia berücksichtigt wurde.

Die Größe der Bergbaufläche bleibt unverändert

Die Braukohlenförderung erfolgt in die südwestliche Richtung bis zu geplanten Grenzen, die im Plan der Förderung des Braunkohlevorkommens bestimmt wurden.  Das Tempo des geführten Tagebaubetriebes erfordert eine Verlängerung der Konzessionsgültigkeit. Das bedeutet aber nicht, dass die Fläche, die der bestehenden Konzession festgelegt wurde, erweitert wird. In der Praxis bedeutet das, dass keine neuen Gebiete in den Betrieb des Abbau- und Produktionskomplexes einbezogen werden.

Die im Vorfeld des Tagebaus ausgeführten Arbeiten sind vorbereitende Tätigkeiten, die auf den Gebieten durchgeführt werden, die in den aktuellen Bergbauplänen enthalten und im Raumentwicklungsplan für den Bergbau vorgesehen sind.

In Turów wird der industrielle Braunkohleabbau seit 1904 betrieben. Seit 18. Juni 1947, d.h. seit der Übernahme des Braunkohletagebaus Turów durch den polnischen Staat, wurden die Abbaukonzessionen mehrfach verlängert.

Wasser und Luft unter Schutz

PGE GiEK überwacht und analysiert laufend die Auswirkungen des Abbau- und Produktionsbetriebes auf die Umwelt und führt entsprechende Maßnahmen zum Umweltschutz durch. Die sukzessive Verbesserung der umweltschutzfördernden Aktivität der Gesellschaft PGE GiEK und die Einhaltung von Vorschriften und Normen im Rahmen des Umweltschutzes bestätigen zertifizierte Managementsysteme.

Bezug nehmend auf die verbreiteten Informationen teilt die Gesellschaft PGE GiEK mit, dass keine Auswirkungen der Bergbauaktivitäten im Zittauer Becken auf acht aktive Wasserentnahmen (Loučna, Dolni Sucha, Pekařka velka, Dĕtrichov, U Nemocnice (Frydlant), Bažantice, Višňova, Pertoloice) in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Auswirkungen des Tagebaus Turów auf Grundwasser seit vielen Jahren von polnisch-tschechischen und deutsch-polnischen Expertenteams überwacht werden. Das Netzwerk umfasst etwa 550 Überwachungsstellen und die Ergebnisse der Forschungen bestätigen, dass der Tagebau keine Entwässerung der oben genannten Wasserentnahmestellen bewirkt.

Darüber hinaus ist das 300 Meter tiefe Zittauer Becken von kristallinem Gestein umgeben, was den Wasserabfluss aus benachbarten Gebieten deutlich einschränkt.

Um eine andere Wasserentnahmestelle zu schützen, wurden in Uhelna, das sich in der Küstenzone vom Zittauer Becken befindet, Maßnahmen zur Entwicklung technischer Methoden zur Begrenzung der Auswirkungen der Grubenentwässerung auf die Umwelt ergriffen. Anhand der Modellversuche wurde festgestellt, dass die Errichtung einer Dichtwand die effizienteste Methode darstellt. Aktuell wird der technische Plan der Dichtwand entwickelt. So wird die Wasserentnahmestelle in Uhelna bis 2044 vor den möglichen Auswirkungen des Tagebaus Turów geschützt.

Ständiger Dialog zwischen Polen und der Tschechischen Republik

Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass eine polnisch-tschechische Grenzgewässerkommission gegründet wurde, die sich mit den Auswirkungen der Entwässerung des Tagebaus Turów befasst.  Im Rahmen dieser Kommission ist ein Team von Experten für Hydrogeologie tätig, das sich mit Auswirkungen des Tagebaus Turów auf das Gebiet der Tschechischen Republik befasst. Die Experten aus der Tschechischen Republik bekommen von der polnischen Seite laufend aktuelle Unterlagen und Daten. Die Ergebnisse der im Jahre 2016 durchgeführten hydrogeologischen Modellierung wurden der tschechischen Seite am 7. September 2017 während einer Sitzung in Wrocław übergeben. Seitdem hat die tschechische Seite auch weitere Unterlagen und Analysen bekommen, z.B. im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts zur Änderung des lokalen Raumentwicklungsplans der Stadt Bogatynia für die 14,6 ha, die für die Fortsetzung der Braukohlenförderung in Turów benötigt werden. 

Einsatz der modernsten Technik in Kraftwerken

Die Kraftwerke der Gesellschaft PGE GiEK verfügen über die erforderlichen Umweltgenehmigungen. Die Kraftwerke unterliegen den Prüfungen, die u.a. von Wojewódzki Inspektor Ochrony Środowiska (Woiwodschaft-Umweltschutzbeauftragte), Państwowe Gospodarstwo Wodne Wody Polskie [Staatliche  Wasserwirtschaftsverwaltung für polnische Gewässer] durchgeführt werden.  Um Umweltverschmutzung und Gefährdungen für die natürliche Umwelt zu vermeiden, verwenden die PGE GiEK Kraftwerke im Produktionsbereich die besten derzeit verfügbaren technischen Lösungen und spezielle Anlagen.

Die Bewertung der Luftqualität auf dem Gebiet Niederschlesien (województwo dolnośląskie) wird jährlich im Rahmen der staatlichen Umweltüberwachung durch das Woiwodschafts-Umweltschutzinspektorat durchgeführt. Prognosen über die Auswirkungen des Kraftwerks und des Tagebaus Turów auf die Luftqualität bis 2044 werden in den Umweltberichten über die Umweltverträglichkeitsprüfung beschrieben – d.h. in fachlichen Gutachten, die im Rahmen des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Vorhabens erstellt werden. Gemäß der Espoo-Konvention (Übereinkommen über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen) wurden die UVP-Berichte über die Tätigkeiten der Kraftwerke und des Tagebaus in Bezug auf grenzüberschreitende Auswirkungen, einschließlich der Luftqualität, Deutschland und der Tschechischen Republik zur  öffentlichen Konsultation übergeben. Die von der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland übermittelten Stellungnahmen werden im Rahmen der grenzüberschreitenden Konsultationen geklärt.

Betrieb bei offenen Türen

Informationen über die Aktivitäten der Niederlassungen zum Umweltschutz werden auf Webseiten zur Verfügung gestellt. Zu Themen, die für die Sicherheit der Einwohner relevant sind, stehen die Informationen auch in tschechischer und deutscher Sprache zur Verfügung. Die Öffentlichkeit wird über die durchgeführten Investitionsmaßnahmen informiert und hat das Recht, sich an den laufenden Verfahren zu beteiligen. Mehr über den Betrieb des Kraftwerks erfahren Sie während Bildungsveranstaltungen im Rahmen der "Tage der offenen Tür". Das Kraftwerk kann nach vorheriger Terminabstimmung auch von organisierten Gruppen besichtigt werden. Diese Gelegenheit nutzen oft sowohl die Bewohner der Gemeinde Bogatynia, Schüler, Studenten sowie unsere Nachbarn aus Tschechien und Deutschland.

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